In Idomeni

Lyrikzeitung & Poetry News

Florian Keßler berichtet aus Idomeni

Als die erste Tränengas-Granate zerplatzte, standen wir gerade vor dem Zelt von Noura. Noura ist eine junge Lehrerin aus Syrien, die gut englisch spricht und die ich schon vor ein paar Tagen kennengelernt habe. Ihr Mann war unter Assad sechs Monate im Gefängnis. Als er freikam, gaben die beiden sofort ihre Wohnung auf und machten sich mit ihren drei Jungs auf die Flucht aus Syrien. Und als jetzt Monate später nur ein paar hundert Meter entfernt von ihrem Zelt das erste Tränengas der mazedonischen Armee laut platzend detonierte, begann sie sofort zu weinen. Sie sagte, das Geräusch erinnere sie an den Krieg in Syrien. Weinend holte sie dann die paar Taschen der Familie aus dem wie alles hier schlammigen, kleinen Zelt. Wie viele Menschen um uns herum wollte auch ihre Familie nicht abwarten, sondern mit der Menschenmenge auf die Grenze zugehen – in der…

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