Posts Tagged ‘canada’

AUF WIEDERSEHEN, TAIWAN! 又說再見了! GOODBYE TAIWAN!

十二月 2, 2016

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GOODBYE TAIWAN!

These few days in Taiwan
meeting so many friends,
very precious time.
It has been almost 30 years
since I first was in Taiwan.
These few days we’ve met many authors
and fellow translators.
We also met the poet Hung Hung.
There are people in Taiwan
who meet Hung Hung every day,
and even Le Tian,
Hung Hung’s little child.
Le means to laugh, Tian is the sky.
Last night Le Tian got to meet me.
Holding him
was like holding my children
ten years ago.
We lived in Beijing, where they were born.
Tonight I am leaving Taiwan.
What if I could stay?
Nowadays in a few ways
Taiwan is doing better than Austria.
No resurgent Rightists.
First female president,
some social progress.
Very clear progress
since thirty years ago.
Taiwan is doing better right now
than Europe and USA.
Maybe like Canada,
although Taiwan is rather small.
Half the size of Austria.
But to be able to face your history,
to induce progress in your society,
these things are very precious indeed.
Please take care!
Hope we meet again soon!

MW November 2016

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AUF WIEDERSEHEN, TAIWAN!

die paar tage in taiwan
waren so voller freunde,
sehr, sehr kostbare tage.
manche freunde kenn ich fast 30 jahre.
autoren, autorinnen hab ich getroffen,
übersetzerinnen und übersetzer,
am letzten abend den dichter hung hung.
ein paar menschen in taiwan
treffen hung hung jeden tag,
und sogar lö tiän, seinen sohn.
lö tiän bedeutet den himmel anlachen.
gestern hat der kleine mich angelacht.
lö tiän im arm halten ist wie vor jahren
meine kleinkinder halten,
vor zehn jahren in peking.
heute abend verlasse ich taiwan.
und wenn ich bleiben könnte?
taiwan geht es heute in mancher hinsicht
besser als österreich.
keine rechtsextremen im höhenflug,
die erste frau an der spitze,
fortschritte in der gesellschaft.
große fortschritte, in vieler hinsicht
auf jeden fall in 30 jahren.
heutzutage gehts taiwan besser
als der usa und europa,
vergleichbar mit kanada, eventuell,
obwohl taiwan recht klein ist.
halb so groß wie österreich.
deiner geschichte ins gesicht schauen können,
in deiner gesellschaft fortschritt erzeugen
sind sehr, sehr kostbare dinge.
passt auf euch auf, liebe freunde!
auf ein baldiges wiedersehn!

MW November 2016

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又說再見了!

 

這几天在台灣
碰到很多朋友
非常難得。
有的認試快三十年了。
這几天碰到很多作家
很多譯着同事
還碰到詩人鴻鴻。
在台灣有人
天天碰到鴻鴻
也碰到楽天
鴻鴻的小兒子。
昨天楽天碰到我。
抱着他像十年前
抱着自己的孩子。
那時候在北京。
今天晚上我離開台灣。
如果能留下會怎麽様?
台灣目前有些方面
比奥地利好。
没有崛起的右派。
有第一位女總统,
社會有一些進步。
總共很多方面
比三十年前進步蠻大了。
目前台灣好像比歐洲美国都好,
也许有點像加拿大,
雖然台灣很小,
半個奥地利面積。
能够面對自己的歷史,
能够促進社會改造
都非常難得的。
請朋友多保重!
希望早點再見!

2016.11.21

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再見了! TAKE CARE!

十一月 21, 2016
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Photo by Minya Lin

又說再見了!

這几天在台灣
碰到很多朋友
非常難得。
有的認試快三十年了。
這几天碰到很多作家
很多譯着同事
還碰到詩人鴻鴻。
在台灣有人
天天碰到鴻鴻
也碰到楽天
鴻鴻的小兒子。
昨天楽天碰到我。
抱着他像十年前
抱着自己的孩子。
那時候在北京。
今天晚上我離開台灣。
如果能留下會怎麽様?
台灣目前有些方面
比奥地利好。
没有崛起的右派。
有第一位女總统,
社會有一些進步。
總共很多方面
比三十年前進步蠻大了。
目前台灣好像比歐洲美国都好,
也许有點像加拿大,
雖然台灣很小,
半個奥地利面積。
能够面對自己的歷史,
能够促進社會改造
都非常難得的。
請朋友多保重!
希望早點再見!

2016/11

 

Leicht gesagt, denk ich mir bei manchen Aussagen aus Österreich. Bin gerade in Taiwan. Manches ist besser. Vieles ist besser als vor 30 Jahren. Ganz, ganz deutlicher Fortschritt. Zeitgeschichte wird aufgearbeitet. In Österreich hat erst Vranitzky über 40 Jahre nach Kriegsende die Verantwortung für die Shoa,
für all die furchtbaren Greuel zugegeben. Obwohl vorher schon ein Jude 13 Jahre Bundeskanzler war. In Taiwan war 40 Jahre Kriegsrecht. 1947-1987. 1991 hat Präsident Lee Teng-hui die Verantwortung der Regierung für das Massaker von 1947 zugegeben und sich bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt. In Österreich hat man vor 30 Jahren endlich das Vergessen der Verantwortung aufgegeben. Das haben viele damals geglaubt. Es hat auch gestimmt. Aber jetzt hat Österreich auch schon fast seit 30 Jahren vergessen, worauf die 2. Republik basiert. Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek und so weiter hatten und haben leider recht. Mein eigenes Schreiben kommt von Ernst Jandl her. Die radikale Kritik in den Werken vieler Schriftsteller kommt für mich von der Hoffnung, dass es irgendwie möglich sein könnte, sich der Verantwortung zu stellen. Immer noch leicht gesagt, ich weiß.

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Photo by Minya Lin

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Photo by Cornelia Kuan

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DER MOND MUSS PERFEKT SEIN 《不敢不完美》 SHE HAS TO BE PERFECT

九月 6, 2016

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Martin Winter 維馬丁:

DER MOND MUSS PERFEKT SEIN 《不敢不完美》 SHE HAS TO BE PERFECT

POEMS IN ENGLISH, CHINESE AND GERMAN.

包括維馬丁寫的中文詩歌,英語詩歌被詩人伊沙譯成中文.

READING IN VIENNA ON OCTOBER 15, 2016!

Martin Winter & Juliane Adler lesen aus: Der Mond muss perfekt sein/ Yi Sha: Die Überquerung des gelben Flusses

 

Martin Winter, born 1966. Poet, translator. Studied in Vienna, Taipei etc. Worked in China etc. Writes in English, Chinese, German

Martin Winter, Dichter und Übersetzer. Studierte Germanistik und Sinologie, verbrachte 15 Jahre in China und Taiwan. Schreibt Gedichte auf Deutsch, Englisch, Chinesisch.

Mit einer Grafik der chinesischen Künstlerin Wang Qi 王琦画

Format: 14 x 20,4 cm
Seiten: 332
Fertigung: 1 s/w-Abbildung, Broschur
Preis/€: 15,00

TEXTPROBE   SAMPLE PAGES

 

 

ALLER EN AVION – 坐飛機 (poème et conversation)

十一月 18, 2015

ALLER EN AVION

eau pas comme l‘eau
nuages en formation
ombres des nuages blancs
elles ne bougent pas?
sur l’eau et sur la terre
maintenant c’est seulement
des nuages blancs
c’est un privilege
d’être assis dans un avion
bien que maintenant tout le monde prend l’avion
vous prenez un avion c’est a dire vous avez l’argent
ou bien vous êtes assez importante
aller en avion, c’est très vite
mais dans un avion vous avez du temps
vous pouvez regarder les nuages
regarder un film
faire une conversation ou dormir
et vous pouvez écrire un poème
mais si vous prenez un avion tous les jours
c’est une chose différente
les nuages sont différents?
les ombres sont différents?
peut-être les conversations et les poèmes
seraient différentes.

MW 2015

《坐飞机》

水不像水
白云军队
白云的阴影
好像不走
陆地上也有
白云更密
就只有云
坐飞机为特权
虽然现在很多人坐飞机
坐飞机等于你有足够的钱
或你足够重要
坐飞机快
但飞机上时间多半是你的
可以看白云
可以看电影
可以聊天、睡觉
也可以写诗
当然如果每天坐飞机
就不同。
白云不同吗?
影子不同吗?
至少聊天、写诗
大概不同。

2015.8.4.

Photo by Anat Zecharia

Photo by Anat Zecharia

Dieses Gedicht hab ich vor drei Monaten im August im Flugzeug nach China auf Chinesisch geschrieben. Bei einem Gespräch mit einem Schüler aus China. Er war aus Daqing. Es war eine ganze Klasse, sie kamen aus England zurück. Daqing ist der bekannteste Ort in China, wo es Öl gibt. Im Norden.

Die französische Version habe ich jetzt gerade geschrieben. Die Schweizer Künstlerin Anna Kubelik hat mich inspiriert. Sie hat ein Gedicht gelesen, in dem sie vorkommt. Zufällig, auf meinem Blog. Ein Gedicht von einem Flug von Montreal nach Istanbul, vor einem Jahr, vor über einem Jahr. Ich hatte das Gedicht schon vergessen. Es ist recht experimentell. Ungewöhnlich, sehr ungewöhnlich für mich. Aber zurück zu dem chinesischen Gedicht von diesem August.

Ich war auf dem Weg zum internationalen Poesie-Festival in Qinghai. Am Qinghai-See auf der tibetischen Hochebene und in Xining.

Am ersten Tag des Festivals bekam ich in der Früh einen Anruf im Hotelzimmer. Ob ich einen kleinen Vortrag halten könne? Ich hatte vorher gehört, dass sie kleine Vorträge über Poesie haben wollten. Aber dann hieß es wieder, das sei nicht unbedingt nötig. Gedichte vortragen sei genug. Und Übersetzen, in meinem Fall. Aber dann der Anruf. Was sollte ich vortragen? Keine Ahnung, erst einmal Frühstück. Unten beim Frühstück mit den anderen war natürlich auch keine Zeit, sich etwas zu überlegen. Dann war ich in der großen Konferenzhalle der Provinzhauptstadt Xining, gleich beim Hotel. Weltberühmte Poeten und Fachleute hielten ihre Vorträge. Übersetzt ins Englische und ins Chinesische, gleich dort auf der Bühne.

Ich saß neben einer tschechischen Übersetzerin, Zuzana Li. Wir hatten gute Gespräche davor und danach, auf Englisch mit Brocken aus Tschechisch und Deutsch. Ich versuchte unter der Bank mein chinesisches Gedicht aus dem Flugzeug ins Englische zu übersetzen. Dann wurde ich aufgerufen.

Ich ging nach vorn und erklärte auf Chinesisch und Englisch, ich habe keinen Vortrag über Poesie, nur ein Gedicht.
Dann las ich das Gedicht vor und versuchte, es auch auf Englisch deutlich zu machen.

Es beginnt mit vier Silben. Die erste Zeile besteht aus vier Silben. Die zweite auch. Wasser ist nicht wie Wasser. Das sind schon sechs Silben. Das Wasser ist überhaupt nicht wie Wasser. Eine Armee aus weißen Wolken. Die Schatten der weißen Wolken bewegen sich kaum. Auf dem Wasser und über dem Land.

When white clouds get thick, clouds become everything. It is a privilege to sit on a plane. Although nowadays everyone takes a plane. To sit on a plane means you have money. Or it means you are important.

Planes go very fast. But when you sit on a plane, your time is most often your own.

Hier hab ich eingehakt und erklärt, dass mich dieses Motiv, dass man Zeit hat für sich selbst, obwohl man sehr schnell unterwegs ist, dass mich dieses Motiv an Yi Shas 伊沙 berühmtes Gedicht von der Überquerung des Gelben Flusses erinnert 《车过黄河》.

Yi Sha - Klo

In dem Gedicht überquert er im Zug den Gelben Fluss. Er sollte am Fenster sitzen mit Blick auf den Strom, oder an einer Türe stehen im Korridor, eine Hand an der Mütze, mit dem Blick auf den uralten Strom, mit alten Rechnungen aus der Geschichte. Und wie ein großer Mann aussehen, oder wenigstens wie ein Dichter. Aber er ist am Klo. Er hat schon so lange darauf gewartet. Und jetzt hat er Zeit. Jetzt hat er endlich Zeit für sich selbst. Und wenn er endlich fertig ist, ist der Gelbe Fluss schon weit weg geflossen.

Dieses Motiv, Zeit haben, sich Zeit nehmen können für sich selbst, während man unterwegs ist, das hab ich praktisch zitiert in meinem chinesischen Gedicht. Das hab ich erklärt, und das war mein Vortrag.

Mittwch, 18. November 2015

Photo by Anat Zecharia

Photo by Anat Zecharia

YI SHA IN AMERICA 伊沙 《美国行》

四月 24, 2015

Yi Sha in Amerika

Yi Sha 《与布靠斯基同行》
ON THE ROAD WITH BUKOWSKI

at vermont studio center
drugs are taboo
no smoking inside
in case of sexual harassment
please dial this number
with a sigh I said to martin:
“even charles bukowski
such a great writer
had to go out himself to buy alcohol
this would never happen
in china …”

later we found
johnson town supermarket
stacked all kinds of booze
we breathed a sigh of relief
for old bukowski
one day later
we found the shop at the gas station
closer from the studios
another sigh of relief
for old bukowski
even later than that
we found a place
looked like a liquor store
complete selection
of local specialties
at cheaper prices
now
we could be rather sure
bukowski’s days at vsc
were happy days
drinking
and writing to his heart’s content

bukowski was happy
we were happy too

Oct. 2014
Tr. MW, 2015

Yi Sha 《与布靠斯基同行》
MIT BUKOWSKI UNTERWEGS

im künstlerzentrum
sind drogen verboten
besonders das rauchen
bei sexueller belästigung
gibt es einen notruf
ich sage seufzend zu martin:
“sogar charles bukowski
der große dichter
musste hier selbst nach alkohol suchen
das wäre in china
undenkbar ….”

nachher fanden wir
im großen supermarkt mitten im ort
die regale voller alkohol
wir atmeten auf
in gedanken an bukowski
später fanden wir
bei der tankstelle auch einen supermarkt
noch näher am künstlerzentrum
wir atmeten noch einmal auf
für den alten bukowski
noch später
entdeckten wir ein spezialgeschäft
lauter alkohol in allen sorten
außerdem billiger
jetzt war es entschieden
wir konnten sicher sein
im vermont studio center
war bukowski glücklich
trank in frieden
schrieb in frieden

bukowski war glücklich
wir waren es auch

Oktober 2014
Übers. v. MW, 2014-2015

Yi Sha still in Vermont

Yi Sha 《飞越太平洋》
FLUG ÜBER DEN PAZIFIK

von china nach amerika
von peking nach detroit
ich hatte geglaubt
wir würden den weiten pazifischen ozean
überqueren
doch unser flugzeug
war praktisch die ganze zeit
über festem boden
von peking nach nordosten
über harbin hinweg
ich sah die lichter
dann ging es nach russland
über das äußere hinggan-gebirge
über die halbinsel kamtschatka
über die beringsee
(der einzige schmale streifen meer
den wir überflogen)
dann kam alaska
(also war ich schon in amerika)
wir überquerten die kordilleren
flogen durch kanadas öde weiten
und dann nach südosten
bald darauf die landung
im üppigen grün
der häuser und villen rund um detroit
nach meinen informationen
gelangten die eskimos
aus der mongolischen hochebene
über genau diese route
auf den amerikanischen kontinent

Ende Sept. 2014
Übers. v. MW, 2015

Yi Sha 《窗外》
DRAUSSEN VORM FENSTER

jede nacht
fährt ein auto
auf der pearl street an meinem fenster vorbei
schnell wie der wind
ein mobiles
heavy metal konzert
lang nachdem der wagen verschwindet
hallt die musik in meinem herzen
das ist amerika
jedenfalls hab ich in china
oder in anderen ländern
so etwas nicht erlebt

Okt. 2014
Übers. v. MW, 2014-2015

Yi Sha 《异国小镇》
KLEINE ORTE IM AUSLAND

“solche kleinen orte
da krieg ich gleich
ein unheimliches gefühl
wahrscheinlich hab ich
zu viele amerikanische filme gesehen”
sag ich zu martin

martin antwortet:
“das geht mir auch so”
(hätt ich nicht erwartet)

“gibt es in österreich
auch solche orte?”

“natürlich, sehr viele”

“wenn du solche orte siehst
hast du dort auch
ein unheimliches gefühl?”

“ja”

“warum? dort ist deine heimat
dort muss dir alles vertraut sein …”

“in solchen orten
gibt es auch neonazis”

Okt. 2014
Übers. v. MW 2014-2015

Yi Sha 《在天涯》
AN DEN RÄNDERN DES HIMMELS

drückt mich lässt mich nicht los
heimatland
im computer

Okt. 2014
Übers. v. MW, 2014-2015

Ai Weiwei in Canada, … almost

八月 12, 2013

The Globe and Mail article quoted by Paul Manfredi is well informed and sympathetic. But it doesn’t spell out any concrete reasons for Ai Weiwei’s singular status. Ai Weiwei’s status, even after his imprisonment, is that of a “princeling”. It seems to be easier to get rid of Bo Xilai. Bo’s father was one of the “eight immortals” of the Communist Party. Ai Weiwei’s father Ai Qing was a persecuted Communist writer, persecuted under Communist rule since the 1940s. Persecuted before, that’s where he got his name. Most of his colleagues denounced each other. Among famous writers, few seem to have been as obstinate as Ai Qing. He was banished to an army town in Xinjiang, a huge city today. There he cleaned toilets, together with little Weiwei. But after Deng Xiaoping came to power in 1978, Ai Qing became an icon. Unlike Bo Xilai and his henchmen, Ai Weiwei did not build labor camps and organ-harvested Falungong-followers. Before he was arrested, Global Times had published many sympathetic articles about his civil rights activism. And even after his abduction and imprisonment at an unknown location, Ai Weiwei gets to keep his comparatively huge house and grounds and most of his fortune. If he was persecuted too much, the main reason for Ai Weiwei’s status would come out too clearly: It would be awkward to discuss his father’s fate in detail. Cultural policy since the 1940s is no secret to anybody in and around the arts in China. But still. Maybe it would come out too clearly how control over art and literature and everything connected to culture was deemed even more important than in other Socialist countries. How idealism had been betrayed again and again, most effectively with broad domestic and international participation in economic growth after 1989. Ai Weiwei is very different from his father Ai Qing in many aspects, as well from his older brother Ai Xuan, who is also a well-known artist in China. But like his father, Ai Weiwei remains an icon of idealism. It would be awkward and politically dangerous to challenge such icons too much and thus revive ideals in a big way.

The Globe and Mail article quoted by Paul Manfredi gives convincing evidence of Ai Weiwei’s civil disobedience and civil rights engagement. Another good recent piece on Ai Weiwei, his imprisonment in 2011 and comparable phenomena elsewhere around the world is a TED-talk by An Xiao Mina.

Ai Weiwei wrote an indignant indictment of the US behaviour in the Snowden case in The Guardian back in June. That was before the plane carrying Bolivia’s president was refused airspace by France, Spain and Italy on US orders on July 3.

China Avantgarde

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I have just discovered, courtesy of the Real Clear Arts, that Ai Weiwei will take questions from attendees of his Ontario exhibition “According to What?” in online chat format.

This exhibition began in 2009 in Mori, Japan. It was reprised this year, starting at the Hirshhorn museum, moving to Indianapolis, stopping now in Ontario en route to Miami and finally Brooklyn.

One wonders how the curators plan to approach this chat experience. Will they be moderating, perhaps even reviewing questions in advance? If so, will they be editing out overtly political content? If not, could this turn into a no-holds-barred discussion of Chinese authoritarianism, political corruption, and all other manner of potentially seditious talk? Obviously, Ai may choose not to answer if he feels line of questioning veering into unsafe territory. But from what we’ve seen of Ai already, self preservation is not the highest…

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